Immer mehr von Krebs betroffene Patientinnen und Patienten nutzen ergänzend zur konventionellen Behandlung Komplementärmedizin, das zeigen Umfragen. Die Gründe sind unterschiedlich: bessere Symptomkontrolle, besseres Wohlbefinden für Körper und Psyche, aber auch der Wunsch, selber etwas tun können. Nach dem Diagnoseschock bestehe häufig der Wunsch, aus einer passiven in eine selbstwirksame, aktive Rolle überzugehen, schreiben die Autor/-innen der aktuellen «Therapeutischen Umschau», die der integrativen Onkologie gewidmet ist: «Chemotherapien, Immuntherapien, komplexe zielgerichtete Therapien, Radiotherapie und Operationen können als aggressiv und unmenschlich erlebt werden – geübte Achtsamkeit, Kunsttherapie, äussere Anwendungen oder eine selbst injizierte Misteltherapie als menschengemäss und gesundheitsfördernd. Man wird wieder Herr/Frau im eigenen Leib, wird wieder Gestalter seiner persönlichen Biographie.»
In der Novemberausgabe der «Therapeutischen Umschau» geben Ärztinnen, Ärzte und eine Pflegefachfrau des Swiss Network for Integrative Oncology (SNIO) einen fundierten Einblick in die Disziplinen und Themen der integrativen Onkologie, unter vielen anderen renommierten Experten auch Dr. Marc Schaeppi vom Kantonsspital St. Gallen, der kürzlich in der «Puls»-Sendung «Mit Alternativmedizin gegen Krebs – geht das?» von SRF aufgetreten ist.
Aus Sicht des Dakomed kann die Publikation einen wichtigen Beitrag leisten, integrativmedizinische Ansätze weiter in der Praxis zu verankern. Der Artikel «Gemeinsamkeiten und Kerndisziplinen der Integrativen Onkologie» gibt einen guten Überblick über die Anwendungen und die Evidenzlage folgender Methoden: Akupunktur und Traditionelle Chinesische Medizin, Anthroposophisch erweiterte Medizin, Klassische Homöopathie, Medizinische Hypnose, Mind Body Medicine, Phytotherapie und integrative Pflege.
Krebs lässt sich nicht mit einer Rohkost-Diät heilen, dafür gibt es keine wissenschaftlichen Belege. Das stellt der Arzt Dr. Marc Schaeppi gleich zu Beginn der SRF-Sendung «Puls» vom 1. Dezember 2025 klar. Der Film zeigt: Wer bei einer Krebsdiagnose auf rein alternative Behandlungsmethoden setzt und die Schulmedizin ausschliesst, geht ein hohes Risiko ein. Die Ärztinnen und Ärzte im Film raten allesamt davon ab. Sie zeigen hingegen auf, dass Komplementärmedizin in der Onkologie eine wichtige Rolle spielt, wenn sie integrativ, also ergänzend zu Operationen, Chemotherapie oder Bestrahlung, eingesetzt wird.
Ein wichtiger Aspekt ist die Begleitung der Patientinnen und Patienten, das wird in der «Puls»-Sendung an vier Fallbeispielen deutlich. Viele Krebspatientinnen und -patienten fühlen sich mit der Diagnose alleingelassen, haben beispielsweise Angst vor den Behandlungen oder den Nebenwirkungen. Auf den integrativmedizinischen Onkologieabteilungen des Kantonsspitals St. Gallen oder des Universitätsspitals Lausanne, die im Film vorkommen und die einen weltweiten Ruf geniessen, werden die Ängste und Bedürfnisse der Patienten ernst genommen, und sie werden mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln, auch aus der der Komplementärmedizin, versorgt.
«Puls»-Sendung: Mit Alternativmedizin gegen Krebs – geht das?
Bertrand Piccard ist Psychiater, Abenteurer, Umweltpionier und noch vieles mehr. Der 67-Jährige, der mit seinen Weltumrundungen im Ballon und im Solarflugzeug bekannt wurde, spricht im aktuellen «Lifeline», dem Infoblatt der Schweizerischen Ärztekrankenkasse SAEKK, über Entdeckergeist, über die Zunahme psychischer Erkrankungen und über sein Bild eines zukunftsgerichteten Gesundheitssystems. «Es geht darum, Patientinnen und Patienten dabei zu helfen, ihr mentales, emotionales und körperliches Gleichgewicht zu erhalten – und damit viele Krankheiten zu verhindern, bevor sie entstehen», so Piccard im Interview.
Ärztinnen und Therapeuten ermutigt der Psychiater, «Praktiken nicht pauschal abzulehnen, nur weil sie nicht an der Universität gelehrt werden – Ansätze wie traditionelle chinesische Medizin, Akupunktur, Ayurveda, Homöopathie oder Hypnose können sehr wirksam sein.»
Piccard, für den das Entdecken von Neuem, Unbekanntem eine Geisteshaltung ist, setzt sich als Umwelt- und Cleantech-Pionier für den Schutz des Planeten ein. Wahre Innovation entsteht für ihn nur dann, wenn sie die Würde des Menschen und des Planeten respektiert, sagt er gegenüber «Lifeline». Lesen Sie das ganze Interview!
Der Schweizerische Verband für komplementärmedizinische Heilmittel SVKH hielt am Donnerstag, 13. November 2025, eine ausserordentliche Generalversammlung ab. Die Versammlung in Bern stand ganz im Zeichen des Abschieds und des Neubeginns und startete mit der Ehrung der langjährigen Präsidentschaft von Dr. Herbert Schwabl. Seit 2001 war er im Vorstand tätig, 2010 wurde er zum Präsidenten des SVKH gewählt. Er blickte auf seine SVKH-Zeit zurück und beleuchtete verschiedene Etappen seiner Verbandstätigkeit. Herbert Schwabl hat den Verband massgeblich mitgeprägt und vorangebracht. Nun verlässt er den SVKH als Präsident und Vorstandsmitglied, da er beruflich in den Ruhestand tritt. Ebenfalls aus beruflichen Gründen schied Sandro Wyss aus dem Vorstand aus, der seit November 2022 Vorstandsmitglied war. An der Generalversammlung bedankte sich der SVKH-Vorstand herzlich bei beiden für ihr grosses Engagement.
Die Generalversammlung stand ganz im Zeichen der Wahlen zur Neubesetzung der Verbandsführung. Die Mitglieder wählten einstimmig (im Bild v. l.):
Lesen Sie den ganzen Beitrag des SVKH.
Die Mitgliederversammlung des Dakomed-Lokalverbands Komed Regio Thurgau hat am 24. September 2025 beschlossen, den Verein aufzulösen. Die Mitgliederversammlung folgte einstimmig dem entsprechenden Vorschlag des Vereinsvorstands. Dieser begründet den Antrag zur Auflösung des 2008 gegründeten Vereins damit, dass ein wirkungsvolles politisches Engagement auf kantonaler Ebene zunehmend schwierig sei: Es bedürfe grossen Fachwissens und zeitlicher Ressourcen der Vorstandsmitglieder, was ehrenamtlich kaum zu leisten sei. Als weiteren Grund nennt der Vereinsvorstand, dass die Gesundheitspolitik stark von nationaler Seite gesteuert wird und der Spielraum innerhalb der Kantone eher klein ist. Der Vorstand verweist auf das Engagement des nationalen Dachverbands Komplementärmedizin Dakomed, der professionelle Lobbyarbeit im nationalen Parlament betreibt, um die Stellung der Komplementärmedizin weiter zu stärken.
Der Verein Komed Regio Thurgau war 2008 mit dem Ziel gegründet worden, die nationale Abstimmung vom 17. Mai 2009 zur Aufnahme von Leistungen der Komplementär- und Alternativmedizin in die Grundversorgung zu unterstützen. Nach dem klaren Volksentscheid mit 67 Prozent Ja-Stimmen war die Komed Regio Thurgau unter der Gründungspräsidentin Edith Graf-Litscher hauptsächlich als Netzwerkorganisation tätig und führte regelmässig Anlässe zu Themen der Komplementärmedizin durch.
In der Schweiz gibt es erst wenige Spitäler und Kliniken, die integrative Medizin anbieten, also schul- und komplementärmedizinische Methoden kombinieren. Und dies, obwohl Patientinnen und Patienten nachweislich von dieser Behandlung profitieren – das zeigen sowohl die Krankheitsverläufe als auch systematische Patientenbefragungen. Der Dachverband Komplementärmedizin Dakomed fordert für jeden Kanton ein integratives Spital – lesen Sie dazu den Beitrag auf Millefolia.ch.
Der Beitrag ist auch im aktuellen Millefolia-Bulletin erschienen. Das gedruckte Bulletin ist unser Dankeschön an alle Komplementärmedizin-Interessierten und Unterstützerinnen von Millefolia und des Herausgebers Dakomed (Dachverband Komplementärmedizin).
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Die diesjährige Jahrestagung der Schweizerischen Medizinischen Gesellschaft für Phytotherapie beleuchtet das vielfältige Potential von Arzneipflanzenzubereitungen in der supportiven Onkologie in der Human- und Veterinärmedizin. Die Fachtagung vom 27. November 2025 in Baden zum Thema «Phytotherapie in der supportiven Onkologie» soll auch Kriterien aufzeigen, die zu einer erfolgreichen Implementierung eines komplementär- und integrativmedizinischen Angebots in einem konventionellen medizinischen Umfeld beitragen können.
Die Mistel ist die wohl bekannteste Arzneipflanze in der Onkologie, ihr gilt an der Jahrestagung ein besonderes Augenmerk: Sowohl die aktuelle wissenschaftliche Datenlage als auch die konkrete Anwendung der Mistel in der Praxis werden vorgestellt, schreiben die Veranstalter.
Der Verein und Branchencluster PhytoValley Switzerland erhält vom Kanton Thurgau die Zusage für eine fünfjährige Förderung im Rahmen der Neuen Regionalpolitik (NRP). Die Unterstützung ist ein klares Bekenntnis zur wirtschaftlichen Zukunft der Region und zur strategischen Bedeutung des Phytopharma-Clusters am Bodensee, schreibt der Vorstand von PhytoValley Switzerland (im Bild) in einer Medienmitteilung.
Die Anschubförderung aus den NRP-Fördermitteln ermöglicht es dem Verein, gezielt Projekte im Verbund anzugehen, welche die Unternehmen im Alleingang nicht umsetzen könnten. Den Fokus bilden dabei die vier Handlungsfelder Fachkräfte und Talente, Innovation und Nachhaltigkeit, Kooperation und Netzwerk sowie Image und Reputation. Insgesamt sind 18 Projekte geplant.
Das Kongressthema des ASA-TCM-Kongresses 2025 lautet «Un-Sterblichkeit». Referentinnen und Referenten aus dem In- und Ausland werden am 20. und 21. November in Zürich ihre Erfahrungen zu diesem Thema teilen, wie die Trägerorganisation Assoziation Schweizer Ärztegesellschaften für Akupunktur und Chinesische Medizin ASA schreibt.
In der Chinesischen Medizin wird das Leben als zyklischer, dynamischer Tanz zwischen Yin und Yang – zwischen Geburt und Tod, Anfang und Ende – verstanden. Der Tod ist dabei kein definitiver Abschluss, sondern Teil eines grösseren Kreislaufs, einer transformierenden Phase, die neue Formen von Existenz hervorbringt. Die Referate am ASA-TCM-Kongress widerspiegeln das breite Spektrum der chinesischen Medizin: Akupunktur, Qi-Gong, Lebensführung, Auriculomedizin und Arzneitherapie. Die Veranstalter achten gemäss eigenen Angaben auf eine ausgewogene Präsentation von Philosophie, Wissenschaft und Praxis.
Das Schweizer Naturheilmittelunternehmen A.Vogel AG wurde vom Wirtschaftsmagazin «Bilanz» und vom Marktforschungsinstitut Statista als eines der innovativsten Unternehmen der Schweiz ausgezeichnet. In der Kategorie KMU belegt A.Vogel den 34. Rang unter den Top 45, teilt das Unternehmen mit. Die Statista-Erhebung im Auftrag der «Bilanz» basiert auf einer Kombination aus quantitativen und qualitativen Kriterien. Neben Kennzahlen wie angemeldeten Patenten, Marken und neuen Produktentwicklungen flossen auch die Einschätzungen von über 7000 Fachpersonen und Branchenexpertinnen und -experten in das Ranking ein, heisst es in einer Medienmitteilung.
Die A.Vogel AG betreibt eigene Forschung und Entwicklung sowie eine medizinische Abteilung, die klinische Studien zu pflanzlichen Arzneimitteln durchführt. Damit verbindet das Unternehmen traditionelles Heilpflanzenwissen mit moderner Forschung – und schafft die Grundlage für naturbasierte Produkte, deren Wirksamkeit und Qualität wissenschaftlich überprüft sind.
Anlässlich des 50-Jahre-Jubiläums der Heidak AG am 18. September in Emmenbrücke erlebten die HEIDAK-Partner und langjährigen Wegbegleiter einen unvergesslichen Abend – persönlich, herzlich und voller Begegnungen, die lange in Erinnerung bleiben werden, wie die Heidak AG mitteilt. Mit dieser Energie und Freude schaue das Unternehmen zuversichtlich nach vorne und freue sich auf viele weitere gemeinsame Projekte und Begegnungen mit den Partnern. Zur Bildgalerie
Zum 50-Jahr-Firmenjubiläum blickt der Spagyrikhersteller zurück und lässt die Podcast-Folge «Generationen-Talk» noch einmal aufleben. Firmengründer Traugott Steger (rechts im Bild) spricht mit seiner Tochter Janna Steger, der heutigen Geschäftsführerin der Heidak AG (Bildmitte), über die Entwicklungen in der Branche während der letzten fünf Jahrzehnte. Dabei schildert er auch seine ganz persönliche Sicht auf die Bedeutung des Familienunternehmens. Mehr zur Firmengeschichte der Heidak AG
Wir kennen die Luft, die man sich verschafft, wir kennen frische Luft oder die Luft nach oben… aber was wissen wir wirklich über die Luft, die wir zwanzigtausendmal pro Tag einatmen, ohne überhaupt daran zu denken? Dem so alltäglichen und doch voller Geheimnisse steckenden, lebensspendenden Atem war die 20. Ausgabe des ASCA-Forums am 20. September gewidmet. Fast 700 Therapeutinnen und Therapeuten versammelten sich im CHUV in Lausanne und zu Hause vor den Bildschirmen, um das wichtige und umfassende Thema zu erörtern: «Luft holen! Oxygenierung und Oxidation – die Bedeutung von Sauerstoff in unserem Körper verstehen».
Der ASCA-Präsident Laurent Berset erinnerte in seiner Eröffnungsrede daran, dass «jede Sekunde unserer Existenz vom Sauerstoff abhängt». Der Tagesablauf war gegliedert in vier Vorträge, zwei angeleitete Atemübungen und eine Podiumsdiskussion – eine ideale Kombination aus wissenschaftlichem sowie praktischem Input und Momenten der Verbundenheit mit dem eigenen Körper, teilt die ASCA mit.
Die beiden Schweizer Firmen Similasan AG und Bio-Strath AG haben ein Joint Venture zur gemeinsamen Marktbearbeitung in der Schweiz gegründet. Das neue Unternehmen namens Nubiosan ist eine reine Verkaufs- und Marketingorganisation, heisst es in einer Medienmitteilung. Per 1. Oktober 2025 hat Nubiosan die zentrale Betreuung der Marken Similasan und Bio-Strath übernommen. Produktion, Warenflüsse, Produktentwicklung und weitere Bereiche werden wie gewohnt durch Bio-Strath und Similasan abgedeckt, und beide Unternehmen agieren weiterhin eigenständig, teilt Nubiosan den Partnerinnen und Partnern im Fachhandel mit.
Am Freitag, 26. September 2025, fand in Solothurn das 16. SNE-Symposium der Stiftung für Naturheilkunde und Erfahrungsmedizin zum Thema «Stoff-Wechsel – Gesundheit im Wandel der Zeiten» statt. Neben fünf spannenden Fachvorträgen und einer Podiumsdiskussion boten die Pausen viel Raum für interessante Gespräche und Diskussionen, teilt die SNE mit. Auf einer Film-Plattform kann während dreier Monate jedes der professionell gefilmten Referate (inklusive Podiumsgespräch) angeschaut werden, selektiv und so oft Sie wollen. Zum Filmticket der SNE
Auch am diesjährigen Symposium wurde der SNE-Förderpreis vergeben. Aus zahlreichen spannenden Eingaben hat der Stiftungsrat Dr. med. Hans-Ulrich Albonico mit seinem Projekt «Klimasprechstunde Langnau» zum Gewinner erkoren. Erfahren Sie mehr im Interview auf Millefolia.ch.
Save the Date: Das nächste SNE-Symposium findet am 24. September 2026 statt.
Am Donnerstag, 25. September, begehen die rund 1800 Apotheken der Schweiz den «Tag der Apotheke». Mit einer grossen Kampagne machen sie die Bevölkerung auf ihre Gesundheitsdienstleistungen aufmerksam. Die Apotheken positionieren sich als eine der ersten Anlaufstellen: «Viele einfache Gesundheitsanliegen lassen sich unkompliziert und direkt in der Apotheke besprechen und lösen. Auch im Bereich der Prävention, wie beispielsweise beim Impfen, stehen in der Apotheke zahlreiche medizinische Dienstleistungen zur Verfügung», schreibt der Schweizerische Apothekerverband pharmaSuisse. Auch Methoden der Komplementärmedizin bieten zahlreiche Apotheken an – als häufigste Therapieformen nennt pharmaSuisse die Phytotherapie und die Homöopathie. Zur Kampagne
Der erste grosse Berufswettkampf der Drogistinnen und Drogisten im Rahmen der SwissSkills erreichte am Samstag, 20. September 2025, seinen Höhepunkt. Andrea Zihlmann (Bildmitte) holte sich im packenden Finale den Sieg und darf sich als erste Schweizermeisterin der Drogistinnen und Drogisten feiern lassen. Auf den Rängen zwei und drei folgten Silja Blattner und Dominik Ventura Dos Santos. Der vierte Platz – knapp am Podest vorbei – ging an Lauryne Lacôte, die für ihre Leistung viel Anerkennung erhielt.
Das Niveau der Wettkämpfe war über die gesamte Woche hinweg ausserordentlich hoch, berichtet der Schweizerische Drogistenverband SDV. In den Disziplinen Herstellung, Beratung, organoleptische Prüfung und Warenpräsentation hätten die Talente ihr Können eindrücklich unter Beweis gestellt.
Am Ende waren es Details und die Tagesform, die über Sieg und Platzierung entschieden haben, sagt Célia Croset, Projektleiterin Bildung des SDV: «Meiner Beobachtung nach sind die Beratungsgespräche für die Talente am besten gelaufen. Bei der Einrichtung des zweiten Verkaufspunktes, die oft als die einfachste Aufgabe angesehen wird, wurden hingegen die höchsten Punktverluste registriert. Die organoleptische Prüfung stellte für einige den Höhepunkt dar, für andere war sie die schwierigste Aufgabe», so die Projektleiterin. Bildgalerie
Damit Integrative Medizin im Spital gelingt, braucht es eine enge Zusammenarbeit von Ärztinnen, Pflegenden und Therapeuten. Gerade für Therapeutinnen und Therapeuten, die oft von der Arbeit in Praxen herkommen, kann der Klinikalltag mit seiner hohen sozialen Komplexität eine Herausforderung darstellen. Um diese Zusammenarbeit zu stärken, hat die Akademie Arlesheim gemeinsam mit dem Verein integrative-kliniken.ch, dem Erfahrungsmedizinischen Register EMR und der EGK Gesundheitskasse das Teamwork-Training Integrativmedizin entwickelt – basierend auf dem Qualitätslabel Integrative Kliniken.
Diese Weiterbildung soll Fachpersonen in Gesundheitsberufen eine umfassende Fortbildung für die stationäre Arbeit in diesem sich entwickelnden Bereich bieten. Im Zentrum des Angebots steht der «Therapeutische Loop», ein strukturierter Prozess für interprofessionelle Zusammenarbeit im stationären Klinikalltag. Er ermöglicht Teams, ihre Perspektiven zu verbinden, um ein gemeinsames Verständnis der Patient/innen zu gewinnen und darauf aufbauend ein Therapiekonzept zu entwickeln, das die besten therapeutischen Möglichkeiten aller Beteiligten integriert. Ziel ist es, das Gesundheitsniveau der Patient/innen durch kleine, konkrete Therapieschritte zu steigern – gemeinsam, bewusst und nachvollziehbar.
Das Teamwork-Training Integrativmedizin richtet sich an Therapeut/innen, Pflegende und Ärzt/innen, die stationär im Spital tätig sind oder integrative Zusammenarbeit stärken möchten.
Nach den erfolgreichen Veranstaltungen in den Jahren 2021 und 2023 laden das Universitätsspital Basel und die Klinik Arlesheim zur dritten Ausgabe des Basler Symposiums für Integrative Medizin ein. Am 20. September 2025 erwartet Sie ein inspirierender Austausch zwischen Forschenden und Praktizierenden der konventionellen sowie der komplementären Medizin. Das Symposium bietet spannende Einblicke in aktuelle Forschungsthemen und innovative Ansätze der Integrativen Medizin. Die Veranstaltung findet hybrid statt, eine Teilnahme ist sowohl vor Ort als auch online möglich. ZUR ANMELDUNG
Integrative Medizin vereint die Stärken der Schul- und Komplementärmedizin, um eine umfassende, patientenzentrierte Versorgung zu ermöglichen, schreiben die Veranstalter. Sie berücksichtigt wissenschaftliche Evidenz und legt grossen Wert auf die Gesundheitsförderung und auf die heilungsorientierte Beziehung zwischen Patient/innen und Fachpersonen. Ihr ganzheitlicher Ansatz entfaltet insbesondere dort seine Stärke, wo konventionelle Methoden alleine an ihre Grenzen stossen.
Im Jahresbericht der Universität Basel bedankt sich der Leiter des Arbeitsbereichs Translationale Komplementärmedizin, Prof. Dr. Carsten Gründemann, bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern – dank Ihnen sei der kontinuierliche Ausbau des Arbeitsbereichs am Departement Pharmazeutische Wissenschaften möglich.
Die evidenzbasierten, wissenschaftlich fundierten Untersuchungsansätze des Arbeitsbereichs Translationale Komplementärmedizin steigerten die Sichtbarkeit und stärkten die öffentliche Wahrnehmung der Anthroposophischen Medizin und der Phytotherapie, schreibt Prof. Gründemann, nicht nur an der Universität Basel, sondern im gesamten deutschsprachigen Raum und weit darüber hinaus.
Das Departement und die Universität Basel haben das erarbeitete und etablierte Forschungs- und Lehrportfolio der vergangenen fünf Jahre positiv evaluiert und die Weiterführung des Arbeitsbereichs bewilligt und auf den Weg gebracht, heisst es im Jahresbericht. Die positive Evaluierung zeige, dass eine mittel- bis langfristige Integration sowohl der anthroposophisch medizinischen als auch der phytotherapeutischen Forschung am Pharmastandort Basel möglich sei.

Der Verein integrative-kliniken.ch, der die Verbreitung und Zugänglichkeit der integrativen Medizin in der Schweiz fördert und heute zehn integrative Spitäler, Kliniken und Institute umfasst, warf an einem Netzwerkanlass am 20. Juni 2025 in Zürich einen Blick auf die nächsten 15 Jahre. Die Prognosen der Referentinnen und Referenten waren zuversichtlich. Dr. med. Lukas Schöb, Präsident von integrative-kliniken.ch, wünschte sich in seiner Eröffnungsrede, dass in weiteren 15 Jahren gar nicht mehr zwischen komplementärer und herkömmlicher Medizin unterschieden wird: «Meine provokante These ist: 2040 gibt es keine Komplementärmedizin mehr, es gibt nur noch eine, gute Medizin.» Lesen Sie den Beitrag dazu auf Millefolia.ch
Yvonne Gilli, Präsidentin der Ärztegesellschaft FMH, dankte in Ihrem Referat allen, die ihr Wissen und ihre Tatkraft den Menschen zur Verfügung stellen und erwähnte die Komplementärtherapeutinnen und Naturheilpraktiker besonders: Sie würden die Komplementärmedizin in die breite Bevölkerung tragen und somit den Ärztinnen und Ärzten erst ermöglichen, auch mit diesen Methoden zu arbeiten. Zur Bildergalerie des Anlasses >.
Mit der Schaffung der Höheren Fachprüfung für Naturheilpraktikerinnen und Naturheilpraktiker wurde vor zehn Jahren ein lang ersehnter, hart erarbeiteter, epochaler Meilenstein erreicht, der in Europa Pilotcharakter hatte und wegweisend war. Das schreibt die Naturärzte Vereinigung Schweiz NVS in ihrem aktuellen Newsletter. «Bis heute ist die Schweiz europaweit das einzige Land, das diese Professionalisierung in unserer Branche vorantrieb und entstehen liess», heisst es.
Das alles sei den beteiligten Personen, Organisationen, Kommissionen und nicht zuletzt allen Mitgliedern zu verdanken, die diesen Weg mitgestaltet, unterstützt und auf sich genommen haben. Seither haben 1408 Praktizierende das eidgenössische Diplom erworben. Im nächsten Jahr werde auch das 10-Jahre-Jubiläum der Höheren Fachprüfung KomplementärTherapie gefeiert, die Reise gehe damit weiter. Die NVS bedankt sich in ihrem Newsletter bei allen, die sich für die Branche engagieren oder bisher engagiert haben. Mehr zum Eidgenössischen Diplom Naturheilpraktiker/in
Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat eine globale Strategie verabschiedet, die zu verstärkten Investitionen in die Erforschung und die Integration alter Heilpraktiken in moderne Gesundheitssysteme aufruft. Die WHO sieht in der «Global traditional medicine strategy 2025 – 2034» einen potenziellen neuen Weg für die Gesundheitssysteme, der sich von einer engen Konzentration auf die Diagnose und Behandlung von Krankheiten wegbewegt und stattdessen alle verfügbaren Heilmittel und -methoden für Gesundheit und Wohlbefinden nutzt. «Die traditionelle und komplementäre Medizin findet zunehmend ihren Platz neben der konventionellen Versorgung – nicht als Alternative, sondern als Partner bei der Heilung», sagt der Genfer Pädiater Dr. Tido von Schoen-Angerer, Präsident der Traditional, Complementary and Integrative Healthcare Coalition (TCIH), in einem Beitrag auf deren Website.
Lesen Sie auch das Millefolia-Interview mit Tido von Schoen-Angerer zur internationalen Vorreiterrolle der Schweiz in der Komplementärmedizin.
Über 50 Vertreterinnen und Vertreter der Mitgliedverbände der Organisation der Arbeitswelt KomplementärTherapie (OdA KT) trafen sich am 15. Mai in Olten zur Delegierten-versammlung. Nebst den statutarischen Traktanden gab die Präsidentin Andrea Bürki Einblick in das weite Feld der Aufgaben der OdA KT. Die laufende Revision der Höheren Fachprüfung und das Pilotprojekt PROMS-CAM stiessen dabei auf besonderes Interesse. Barbara Ettler wurde als langjähriges Vorstandsmitglied und Vizepräsidentin mit grossem Dank und einer „standing ovation“ verabschiedet. Als neues Mitglied in den Vorstand gewählt wurde Sonja Baumann, Komplementärtherapeutin mit eidg. Diplom. Sonja Baumann hat 20 Jahre Erfahrung im Beruf und war mehrere Jahre im Berufsverband aktiv, davon zwei Jahre als Präsidentin. Der Jahresbericht 2024 ist auf der Webseite der OdA KT abrufbar.
Im Bild der Vorstand der OdA KT (v.l.): Werner Becker, Karen Salwa, Barbara Fuchs, Sonja Baumann (neu), Caroline Breitenmoser, Barbara Ettler (verabschiedet), Andrea Bürki (Präsidentin), Conny Baumgartner.
Der Ständerat hat am Donnerstag, 12. Juni 2025, ohne Diskussion eine Motion des Walliser Nationalrats Philippe Nantermod (FDP) abgelehnt, die das Aus für das Solidaritätsprinzip der Krankenkassen-Grundversicherung bedeutet hätte. Die Vorlage hatte zum Ziel, ärztliche Leistungen der Komplementärmedizin aus der Grundversicherung auszuschliessen und diese einem Wahlobligatorium zu unterstellen. Der Ständerat sorgt mit seinem Entscheid dafür, dass wirksame, natürliche und günstige Methoden der Komplementärmedizin ambulant und spitalambulant weiterhin allen Personen zur Verfügung stehen. Lesen Sie den ganzen Beitrag in unserem Fokus.
Seit dem historischen Volksentscheid «Ja zur Komplementärmedizin» im Jahr 2009 hat sich die Komplementärmedizin zu einem festen Bestandteil des Schweizer Gesundheitssystem entwickelt. Der Verein integrative-kliniken.ch will an seinem Netzwerkanlass am 20. Juni 2025 in Zürich einen Ausblick auf die nächsten 15 Jahre wagen: Expertinnen und Experten aus verschiedenen Fachbereichen werden aufzeigen, wie die Komplementäre und Integrative Medizin innovative Lösungen für aktuelle und zukünftige Herausforderungen anbieten und wie sich diese Ansätze bis 2040 als tragende Säule eines integrativen Gesundheitssystems etablieren können. Mehr zum Netzwerkanlass
KomplementärTherapeutinnen und -Therapeuten erhalten für die Teilnahme drei EMR-Creditpoints und / oder zwei ASCA-Creditpoints.
Mit einer Delegation unter der Leitung von Co-Präsidentin und Ständerätin Franziska Roth konnte der Dakomed am Dienstag, 29. April, Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider die politischen Anliegen der Komplementärmedizin erläutern. Die Kernforderungen, welche die Expertinnen und Experten vortrugen, umfassen unter anderem den Beibehalt der ärztlichen komplementärmedizinischen Leistungen in der Grundversicherung, die Stärkung der Komplementär-Therapien, welche de facto die ärztliche Grundversorgung entlasten, die Stärkung der Komplementär- und Phytoarzneimittel und die Förderung der interprofessionellen Zusammenarbeit.
Der geschäftsführende Dakomed-Co-Präsident Martin Bangerter zieht nach dem Austausch positive Bilanz: «Die Gesundheitsministerin hat viele Verständnisfragen gestellt und scheint der Komplementärmedizin gegenüber offen zu sein.»
Die Mitgliederversammlung des Dachverbands Komplementärmedizin genehmigte am 24. April 2025 in Olten einstimmig den Jahresbericht und die Rechnung 2024 sowie das Budget 2025. Dem Dakomed-Vorstand und den geschäftsführenden Organen sprachen die Mitglieder ihr Vertrauen aus und erteilten ihnen die Décharge. Ebenfalls einstimmig wählte die Versammlung die T+R AG in Gümligen als neue Revisionsstelle. Alle Informationen zum Geschäftsjahr 2024 finden Sie im Dakomed-Jahresbericht 2024.
Der erste Drogerie Kongress in Neuenburg hat über 200 Fachleute aus der ganzen Schweiz mit einem vielseitigen Programm aus Forschung, Praxis und Wirtschaft begeistert. Während drei Tagen (27. bis 29. April 2025) konnten die Teilnehmenden Workshops und Vorträge besuchen. In den Pausen fanden die Ausstellerstände mit Produktneuheiten grossen Zulauf und es gab viel Raum für Networking und Austausch. Mehr über den Drogerie Kongress erfahren Sie in der Juni-Ausgabe des Magazins «Wirkstoff». Zur Bildergalerie
Die Schweizer Bevölkerung vertraut in die Komplementär- und Alternativmedizin: Zwei Drittel haben sie schon in Anspruch genommen, und von ihnen geben 87 Prozent an, dass die Behandlung erfolgreich war. Das zeigt die neue repräsentative Umfrage «KAM-Barometer 2024». Als Erfahrungsmedizin bezeichnet die Studie die Methoden und Arzneimittel der Komplementär- und Alternativmedizin (KAM). Die repräsentative Umfrage, die vom ErfahrungsMedizinischen Register EMR in Auftrag gegeben wurde, zeigt, dass sich die Erfahrungsmedizin seit der letzten Erhebung 2021 weiter im Schweizer Gesundheitswesen verankert hat.
Am Freitag, 28. März 2025, trafen sich rund 160 Mitglieder und Gäste zur jährlichen Mitgliederversammlung der Naturärzte Vereinigung Schweiz NVS im Lake Side in Zürich. Der Tag bot eine vielseitige Mischung aus inspirierenden Referaten, einer abwechslungsreichen Tischmesse und regen Diskussionen.
Die Präsidentin Sonja Borner führte gekonnt durch die Versammlung. Die Mitglieder genehmigten Erfolgsrechnung und Bilanz 2024 sowie das Budget 2025 und die Jahresbeiträge 2026. Die Versammlung bestätigte und wählte Kandidierende für verschiedene Ämter – unter anderem gewann der NVS-Vorstand mit Ursula Meier Köhler eine wertvolle neue Verstärkung für das Team.
Den ganzen Beitrag zur Mitgliederversammlung finden Sie auf der Website der Naturärzte Vereinigung Schweiz NVS.
Das Jahr 2025 ist reich befrachtet mit spannenden Veranstaltungen der integrativen und komplementären Medizin. Verschaffen Sie sich einen Überblick über Weiterbildungsanlässe, Kongresse und Symposien und stellen Sie sich ihr Programm zusammen.
Der Veranstaltungskalender erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit – führt Ihr Verband, Ihre Organisation oder Firma im laufenden Jahr einen Anlass durch, der für die Branche interessant ist? Melden Sie uns das gerne unter redaktion@millefolia.ch.
Die Klinik Arlesheim wurde mit dem Label «Qualität in Palliative Care» im Versorgungsbereich der spezialisierten stationären Palliative Care (SSPC) ausgezeichnet. Das Label attestiert der Integrativen Klinik höchste Standards in der Behandlung und Begleitung von Patientinnen und Patienten, heisst es in einer Medienmitteilung.
Die Philosophie der spezialisierten Palliative Care in der Klinik Arlesheim ist es, jeden Menschen in seiner Gesamtheit zu sehen. Dabei kommt das umfassende integrativmedizinische Konzept der Anthroposophischen Medizin ergänzend zu den leitliniengerechten Behandlungsmethoden der Schulmedizin zum Einsatz.
Die aktuelle Ausgabe von «Paediatrica», dem Fachmagazin von Pädiatrie Schweiz, ist ein Themenheft zu integrativer Medizin. Neben einer Übersicht über häufig angewandte komplementärmedizinische Methoden in der Pädiatrie sind Artikel zu Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerz und Migräne oder Atemwegsinfektionen bei Kindern und Jugendlichen enthalten. Die Beiträge berücksichtigen die relevante Literatur sowie die Erfahrungen der Autorinnen und Autoren.
Dr. med. Benedikt Huber vom Centre de pédiatrie intégrative am Kantonsspital Freiburg HFR stellt in seinem Edito über die letzten Jahre «ein wachsendes Interesse und ein zunehmend offenes Bekenntnis für die integrative Pädiatrie» fest. Viele Kolleginnen und Kollegen erlebten in ihrer klinischen Tätigkeit Grenzen der konventionellen Medizin und suchten darum aktiv nach Wegen, ihre Behandlungsmöglichkeiten zu erweitern und differenzieren, schreibt Huber. ZUM FACHMAGAZIN «PAEDIATRICA»
Die SNE Stiftung für Naturheilkunde und Erfahrungsmedizin feiert ihr 30-Jahr-Jubiläum. 1995 hat die EGK-Gesundheitskasse die Stiftung ins Leben gerufen, um Naturheilkunde und Erfahrungsmedizin zu fördern. Im Millefolia-Interview mit dem SNE-Präsidenten und Gesundheitsökonomen Stefan Kaufmann erfahren Sie, wie sich die Naturheilkunde entwickelt hat und warum Erfahrungswissen wichtig für die Wissenschaft ist.
Im Jubiläumsjahr fördert die SNE die Plattform «Vademecum der Integrativen Medizin», auf der Ärztinnen und Naturheilpraktiker seit 2024 therapeutische Erfahrungsberichte erfassen können. Dieser Datenschatz steht allen medizinischen Fachpersonen, die einen Zugang zur Plattform beantragen, kostenlos zur Recherche zur Verfügung. Die SNE unterstützt das Vademecum mit 20 Franken pro publiziertem Erfahrungsbericht und erhofft sich, möglichst viele Therapierende zum Teilen ihres Erfahrungswissens zu motivieren. ZUM VADEMECUM
Am 22. Februar findet die dritte Ausgabe der HealthEXPO 2025 in Basel statt. An der Messe zu Gesundheit, Wohlbefinden und Innovation ist auch der Gesundheitsverband vitaswiss, ein Mitglied des Dakomed, vertreten. Vitaswiss setzt sich seit über 100 Jahren für die Förderung und Erhaltung der Gesundheit der Bevölkerung ein und bietet an der HealthEXPO zahlreiche Aktivitäten in einer eigenen Turnhalle an. Geplant ist eine Bewegungslandschaft für Gross und Klein, Street Racket sowie angeleitete Trainingseinheiten in Pilates, Ganzkörpertraining und Sturzprävention. Daneben stehen Gesundheits-Checks mit anschliessender Beratung und zahlreiche Vorträge auf dem Programm von vitaswiss. Weitere Infos
Der Schweizerische Drogistenverband SDV, Mitglied des Dakomed, sucht die beste Drogistin oder den besten Drogisten EFZ 2025: Bei den Berufsmeisterschaften SwissSkills vom 17. bis 21. September 2025 in Bern ist der Drogistenberuf erstmals vertreten. Zur Teilnahme sind laut SDV alle Drogistinnen und Drogisten EFZ zugelassen, die ihre Ausbildung zwischen 2022 und 2025 abgeschlossen haben.
An den vierten zentralen Schweizer Berufsmeisterschaften präsentieren im Herbst rund 1000 talentierte junge Berufsleute aus der ganzen Schweiz ihr Können in 150 verschiedenen Berufen. Alle Infos zur Teilnahme
Die beiden Bundesratskandidaten Markus Ritter und Martin Pfister sind der Komplementärmedizin gegenüber offen eingestellt, wie die «NZZ am Sonntag» und «Watson» berichten. Markus Ritter behandelt seine Kühe mitunter mit homöopathischen Mitteln – er verzichte wo immer möglich auf Antibiotika. «Gerade bei langwierigen Krankheiten erzielen wir mit Leinsamen, Tee und Globuli gute Resultate», zitiert die «NZZ am Sonntag» den Bauernpräsidenten. Erkranke ein Tier aber akut, greife er auf schulmedizinische Mittel zurück.
Der Zuger Gesundheitsdirektor Martin Pfister hat sich in der Vergangenheit aktiv für die Komplementärmedizin engagiert: Er präsidierte die Höhere Fachschule für Naturheilverfahren und Homöopathie in Zug und war Geschäftsführer der Konferenz der Höheren Fachschulen der Alternativmedizin Schweiz. Lesen Sie mehr im Beitrag auf «Watson» (der Beitrag der «NZZ am Sonntag» ist kostenpflichtig)
Gute News für Pollenallergikerinnen und -allergiker: Bestimmte Pflanzenextrakte können Heuschnupfensymptome lindern, besonders, wenn sie präventiv schon vor Beginn der Pollensaison eingesetzt werden. Das Institut für Komplementäre und Integrative Medizin IKIM der Universität Bern hat den Forschungsstand zur pflanzlichen Behandlung bei Heuschnupfen zusammengetragen, um die Wirksamkeit und Sicherheit dieser Arzneimittel genauer zu beleuchten. Die Ergebnisse der systematischen Übersichtsarbeit sind vielversprechend: Pflanzliche Mittel erwiesen sich als wirksam und gut verträglich. Lesen Sie dazu den Beitrag auf «Millefolia – das Schweizer Infoportal für Komplementärmedizin».
Was ist der Stand der Wissenschaft zur Akupunktur? Dieser Frage ging die SRF-Wissenssendung «Puls Check» vom 19. Januar 2025 nach. Der Beitrag hält fest, dass es zahlreiche gute Studien gibt, die die Wirksamkeit der Akupunktur belegen, besonders bei chronischen Schmerzen – die Methode werde auch in verschiedenen ärztlichen Leitlinien empfohlen.
Vor laufender Kamera lässt sich der junge Arzt Afreed Ashraf im Selbstversuch Nadeln gegen eine starke Nackenverspannung stechen. Resultat: «Die Wirkung war grösser, als ich erwartet hätte: Es hat mich mega entspannt, und die Wirkung hat auch ein paar Tage hingehalten».» Den Selbstversuch, der in der Sendung ausdrücklich nicht als wissenschaftlicher Beweis für die Wirksamkeit der Akupunktur bezeichnet wird, betreute Anita Meyer, Fachärztin für innere Medizin mit Fähigkeitsausweis Akupunktur. Anita Meyer hat bis 2024 die Assoziation Schweizer Ärztegesellschaften für Akupunktur und Chinesische Medizin ASA präsidiert, einen Mitgliederverband des Dachverbands Komplementärmedizin. Zur Sendung «Puls Check»
In der neuen Publikation des Dakomed-Mitglieds anthrosana spannen die drei Autorinnen Dr. med. Eva-Gabriele Streit, Claudia Kringe-Andres und Michaela Saladin einen grossen Bogen über die krankmachenden, aber auch die heilenden Kräfte, die auf Lunge und Atmungsorganisation, unsere rhythmische Mitte, wirken. In der Therapie geht es darum, diese gesundende Mitte zu stärken, sowohl auf körperlicher als auch auf seelisch-geistiger Ebene, schreibt anthrosana zur neuen Broschüre.
Rund 1100 Ärztinnen und Ärzte verfügen heute in der Schweiz über Fähigkeitsausweise in komplementärmedizinischen Methoden und wenden diese bei Patientinnen und Patienten, die das wünschen, an. Aber auch in Spitälern und Kliniken, meist in sogenannten integrativen Abteilungen, kommt Komplementärmedizin zum Einsatz. Ein einfühlsamer Film der SRF-Gesundheitssendung «Puls» zeigt, wie beispielsweise Krebspatientinnen oder chronisch Kranke mit verschiedenen komplementären Therapien Kraft und Mut schöpfen und wie sie sich durch den integrativen Ansatz im Heilungsprozess unterstützt fühlen. Der einzige Schwachpunkt des Beitrags ist die Aussage, dass es «praktisch keine Belege» für die Wirksamkeit der Homöopathie gebe – nach dem neusten Stand der Forschung gibt es diese.
Auch die Radio-SRF-Sendung «Treffpunkt» widmet der Komplementärmedizin einen Beitrag. Ursula Wolf, Professorin und Leiterin des Instituts für Komplementäre und Integrative Medizin an der Universität Bern, erläutert im Gespräch, wo Komplementärmedizin eingesetzt werden kann und wie sie wirkt.
Der noch junge Verein PhytoValley Switzerland, in dem sich acht Hersteller pflanzlicher Arzneimittel und Kosmetika in der Bodenseeregion zusammengeschlossen haben, konnte sich einem breiten Publikum aus Wirtschaft und Politik vorstellen (im Bild die Präsidentin Cécile Mandefield): An der Delegiertenversammlung der Regionalplanungsgruppe Oberthurgau vom 4. November 2024 gab diese ihre neue Partnerschaft mit dem PhytoValley und dem Verein ZIKpunkt bekannt, der als Innovationshub die Wirtschaftsförderung in der Region vorantreibt. Im neuen Zusammenschluss hätten sich die Interessen aus Politik, Gemeinden, Wirtschaft mit der Wissenschaft und Forschung zusammengefunden, um sich gemeinsam weiterzuentwickeln, schreibt das Ostschweizer Wirtschaftsportal «Leader».
Der aktuelle Jahresbericht 2023 des Instituts für Komplementäre und Integrative Medizin IKIM der Universität Bern gibt Einblick in die Forschungsarbeiten im letzten Jahr. Im Vorwort erwähnt die Leiterin des Instituts, Prof. Dr. med. Ursula Wolf, an erster Stelle das Projekt «Systematische Bewertung und allgemeinverständliche Darstellung von wissenschaftlichen Studien aus der Komplementären und Integrativen Medizin», bei dem Faktenblätter zu interessanten Studienergebnissen aus der Komplementären und Integrativen Medizin entstanden sind. Zum Jahresbericht
Der Förderverein Anthroposophische Medizin FAM hat eine neue Geschäftsführerin: Anita Hündl-Dallmeier trat im August 2024 mit viel Elan die Nachfolge von Christoph Messmer an. Der abtretende Geschäftsführer prägte den FAM während 17 Jahren. Lesen Sie das Doppel-Interview in der aktuellen Ausgabe der Vereinspublikation «natürlich kompetent».
Am ersten Schweizer Homöopathie-Kongress vom 3. und 4. November 2024 pflegten rund 150 Fachpersonen den interdisziplinären Austausch. Im Zentrum standen gemeinsame Perspektiven, Herausforderungen und Visionen, und erfahrene Referentinnen und Referenten gaben Einblicke in ihre Berufsdisziplinen und Fachrichtungen. Das Homöopathie-Fachpublikum umfasste gemäss den Veranstaltern 18 Berufsgruppen, von Ärztinnen und Ärzten über Naturheilpraktikerinnen, Apotheker, Drogistinnen und Hebammen bis zu Veterinärmedizinern. Lesen Sie den Beitrag zum Kongress auf millefolia.ch.
Mit der aktuellen Ausgabe des Millefolia-Bulletins erreichen wir über 24`000 neue potenzielle Leserinnen und Leser. Mit den beiden Dakomed-Mitgliederverbänden Schweizerischer Drogistenverband SDV und Naturärzte Vereinigung Schweiz NVS konnten wir personalisierte Versände durchführen und ihren Mitgliedern je vier Hefte zum Auflegen in den Drogerien und Praxen zusenden. Zudem dürfen wir das Bulletin dem «ebi-forum» beilegen, dem Kundenmagazin der ebi-pharm ag, das im Dezember mit einer Auflage von rund 14`000 Exemplaren verschickt wird. Erhalten Sie das Bulletin bereits? Ansonsten können Sie es hier kostenlos abonnieren.
Die Dakomed-Co-Präsidentin und Ständerätin Franziska Roth kritisiert im Interview mit «medinside» die Haltung der Gegner der Komplementärmedizin im Parlament. Diese würden den Wert der ärztlichen Expertise verkennen. Zusammen mit der Erfahrung der Ärztinnen und Therapeuten sei diese aber äusserst relevant für die Beurteilung der Wirksamkeit medizinischer Leistungen – wissenschaftliche Studien allein genügten dazu nicht, sagt Roth. Lesen Sie den Beitrag auf «medinside», dem Onlineportal für Healthcare Professionals.
Der «Nebelspalter» hat in einem Beitrag im Rahmen seiner Serie «Die blinden Flecken der Wissenschaftler» die Homöopathie frontal angegriffen. Die Methode widerspreche fundamentalen Naturgesetzen, ihre Wirksamkeit sei nicht belegt. Mit einer fundierten Replik antwortet Gisela Etter, Präsidentin der UNION Schweizerischer komplementärmedizinischer Ärzteorganisationen, auf den Beitrag. Sie zeigt auf, dass sich evidenzbasierte Medizin nicht nur auf wissenschaftliche Studien stützt, sondern ebenso auf das Erfahrungswissen der Ärztinnen und Ärzte und die Wünsche der Patientinnen und Patienten. Lesen Sie Ihren Beitrag auf «millefolia.ch».
Mit einer knappen Mehrheit verlangt der Nationalrat, dass die Komplementärmedizin aus dem Leistungskatalog der Grundversicherung gekippt und eine Wahlmöglichkeit geschaffen wird. Der Dakomed spricht sich klar dagegen aus, weil Wahlmöglichkeiten in der Grundversicherung gegen das Solidaritätsprinzip des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) verstossen. Der Bundesrat hatte unter anderem deshalb den Vorstoss des Motionärs Philippe Nantermod (FDP, Wallis) zur Ablehnung empfohlen. Lesen Sie im Beitrag auf www.millefolia.ch, wie sich der Dachverband Komplementärmedizin im Namen seiner Mitglieder für die Komplementärmedizin in der Grundversicherung und für die Therapievielfalt einsetzt.
Sie will die Anthroposophische Medizin möglichst vielen Menschen zugänglich machen – dieses Ziel verfolgt Dr. pharm. Mónica Mennet-von Eiff als Leiterin der Pharmasparte des Naturkosmetik- und Arzneimittelherstellers Weleda AG und als Vorstandsmitglied des Schweizerischen Verbands für komplementärmedizinische Heilmittel SVKH. Was die Anthroposophische Medizin auszeichnet und welchen Herausforderungen sie sich gegenübersieht, erläutert die Apothekerin im Millefolia-Interview.
Am 1. Januar 2020 hat Prof. Dr. Carsten Gründemann die Stiftungsprofessur für translationale Komplementärmedizin am Departement für Pharmazeutische Wissenschaften der Universität Basel angetreten. Mit der Assistenzprofessur trägt die Universität Basel dem Bedürfnis Rechnung, komplementärmedizinische Therapien mit wissenschaftlichen Methoden auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen. Im Jahresbericht 2023 geben Carsten Gründemann und sein Team spannende Einblicke in ihre Forschungsarbeit.
Der Kanton Thurgau weist eine hohe Dichte an renommierten Unternehmen auf, die sich auf die Produktion von Arzneimitteln, Nahrungsergänzungsmitteln und Kosmetika aus natürlichen Inhaltsstoffen spezialisiert haben. Acht Hersteller schliessen sich nun zum Branchen-Cluster «PhytoValley Switzerland» zusammen. Am Freitag, 12. Juli, gründen sie in Arbon am Bodensee den gleichnamigen Verein. Lesen Sie dazu unseren Artikel auf millefolia.ch!
In der Komplementären und Integrativen Medizin wird weltweit auf hohem Niveau geforscht und publiziert. Das Institut für Komplementäre und Integrative Medizin IKIM der Universität Bern hat sich wichtige, qualitativ hochwertige Studien vorgenommen und sie in Factsheets leicht verständlich zusammengefasst. Damit will das IKIM wissenschaftliche Erkenntnisse einer breiten Öffentlichkeit verständlich und zugänglich machen, wie das Institut mitteilt. Die Factsheets sind auf dessen Website zu finden – weitere Zusammenfassungen von Studien aus der Komplementären und Integrativen Medizin sollen laufend dazukommen.
Die Patientenorganisation anthrosana publiziert regelmässig wissenschaftlich fundierte Broschüren zu Themen der komplementären und integrativen Medizin. In der aktuellsten Publikation zeigen Dr. phil. Bettina Berger und Dr. med. Matthias Girke Möglichkeiten der integrativen Behandlung von Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2 auf.
Das Thema Diabetes betrifft sehr viele Menschen. Gegenwärtig zeigen der Diabetes Typ 1 und Typ 2 eine eindrückliche Zunahme in der westlichen Welt. Das macht diese Erkrankungen zu einer wachsenden Herausforderung. Die Wissenschaftlerin Bettina Berger und der Internist und Diabetologe Matthias Girke zeigen in ihren Beiträgen verschiedene Möglichkeiten der integrativen Behandlung auf. Bei der therapeutischen Begleitung spielen ein umfassendes Menschenverständnis und biografische Aspekte aus der Anthroposophischen Medizin eine entscheidende Rolle. Zur Broschüre
Das neue A.Vogel-Museum öffnete am 16. Juni 2024 in Teufen (AR) seine Tore. Die interaktive Ausstellung lädt die Besuchenden zu einer sinnlichen Entdeckungsreise ein.
Alfred Vogel führte ab 1937 in Teufen einen Heilpflanzen-Garten. Die Botschaft des Naturheilkunde-Pioniers: Ein gesundes Leben ist möglich – mittels ausgewogener Ernährung, der Hilfe pflanzlicher Medizin und im Einklang mit der Natur. Am gleichen idyllischen Ort, mit Blick auf den Säntis, eröffnet Mitte Juni das neu gebaute A.Vogel-Museum.
An der Mitgliederversammlung des Dakomed-Lokalverbands Komplementärmedizin Region Thurgau vom 6. Juni in der Broteggpraxis in Frauenfeld fand der Wechsel im Präsidium statt. Die «Komed Regio Thurgau» verabschiedete Edith Graf-Litscher (Bild links) gebührend, die den Lokalverband seit dem Abstimmungs-Ja zur Komplementärmedizin im Jahr 2009 hervorragend geleitet hat. Das Miteinander, das Netzwerken war ihr stets ein grosses Anliegen. Als neue Präsidentin heisst der Verband Karin Bétrisey (Kantonsrätin Grüne) willkommen und freut sich sehr, dass sie die Komplementärmedizin im Thurgau als Präsidentin von «Komed Regio Thurgau» stärken möchte.
Der bisherige Verwaltungsratspräsident der Klinik Arlesheim AG, Philipp Schneider (Bildmitte), tritt altershalber von seiner Funktion zurück. Neu werden Alexander Schwedeler (r.) und Kalle Zeller gemeinsam den Verwaltungsrat präsidieren.
Der bisherige Verwaltungsratspräsident der Klinik Arlesheim AG, Philipp Schneider (Bildmitte), tritt altershalber nach insgesamt 15 engagierten Jahren im Verwaltungsrat, davon neun Jahre als Verwaltungsratspräsident, von seiner Funktion zurück. In seiner Amtszeit hat er die Zusammenführung der Lukas-Klinik und der Ita-Wegman-Klinik in die Klinik Arlesheim AG begleitet. Die Klinik Arlesheim dankt Philipp Schneider für sein langjähriges Engagement, heisst es in einer Medienmitteilung vom 11. Juni 2024.
Seit dem deutlichen Ja des Stimmvolks zur Komplementärmedizin von 2009 setzt sich der Dachverband Komplementärmedizin Dakomed für die Umsetzung des entsprechenden Verfassungsartikels ein. Als Dachorganisation von 14 Mitgliederverbänden ist der Dakomed auch Herausgeber von «millefolia.ch – das Schweizer Infoportal für Komplementärmedizin». Millefolia.ch stellt seiner Leserschaft das neue Co-Präsidium des Dakomed, Ständerätin Franziska Roth und Martin Bangerter, in einem Doppelinterview vor.
Der Kongress für Naturheilkunde am 30. Mai 2024 in Olten war gut besucht. Das Fachpublikum kam in den Genuss von spannenden Referaten und zwei Workshops.
Martin Bangerter (Bild) erzählte im Vortrag «Komplementärmedizin im Fokus von Medien und Politik», was der Dachverband Komplementärmedizin Dakomed alles tut. Der Dakomed ist im Hintergrund für die Sichtbarkeit der Komplementärmedizin tätig. Die Komplementärmedizin hat in den letzten Jahren viel erreicht, wie die Verankerung im schweizerischen Gesetz, die Sichtbarkeit in den Medien und die Wissensvermittlung an Universitäten und Fachhochschulen.
Drei weitere Vorträge
Tobias Rutkowsky vermittelte mit viel Charme und Witz die Anwendung der Spagyrik bei psychischen Disharmonien. Er erläutert «7 Ideen für die Psyche» und erklärt, wie einfach Spagyrik in den Alltag eingebaut werden kann.
Ramon Zürcher referierte über die Schüsslersalze zum Thema «Harmonie für die Nerven». Aufbauend auf einen kurzen Rückblick in die Grundlagen der Anatomie vermittelte er sein Wissen über die Anwendung von Schüsslersalzen in Kombination mit anderer Naturheilkunde.
Miriam Ragtscha brachte dem Publikum ihr Wissen über das Wesen der Heilpflanzen zum Thema «Resilienz – Heilpflanzen für eine psychische Widerstandskraft» näher.
Workshops zum selbst anpacken
Während dem Kongress fanden zwei Workshops zu den Themen «Aromatherapie» und «Wickel» statt. Beide Workshops waren ausgebucht, und die Teilnehmenden freuten sich am aktiven Mitmachen. Auch die Pausen wurden rege genutzt, für den Austausch zwischen Therapierenden, Referierenden und den Organisatoren der ebi-pharm ag. Das Fazit der Autorin zum Kongress für Naturheilkunde 2024: Ein Präsenzseminar ist eine der schönsten Weiterbildungsplattformen für das aktive Teilen von Wissen unter Fachpersonen.
Autorin: Lisa Wälti, ebi-pharm ag
Rund 550 Drogistinnen und Drogisten mit ihren Familien haben am Pfingstmontag, 20. Mai 2024, bei schönem Wetter, gutem Essen und familiärer Atmosphäre das 125-Jahr-Jubliläum des Schweizerischen Drogistenverbandes SDV gefeiert. Weitere Eindrücke der Jubiläumsfeier des Dakomed-Mitglieds SDV finden Sie in dessen Bildergalerie.
Im neuen Millefolia-Bulletin, dem Printprodukt des Dakomed, erwarten Sie spannende Beiträge aus der Welt der Komplementärmedizin. Yvonne Gilli, als Präsidentin der Ärzteverbindung FMH die höchste Ärztin der Schweiz, erläutert im Interview unter anderem, wie sie Komplementärmedizin in Ihrer Praxis einsetzt und wo sie deren grösstes Potenzial sieht. Lesen Sie jetzt das Interview!
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Erhalten Sie das Millefolia-Bulletin in gedruckter Form bisher nicht, oder nicht mehr (wegen Umzugs, Praxisaufgabe etc.)? Der Dakomed möchte möglichst lückenlos alle seine Mitglieder, Spenderinnen und Gönner mit dem Bulletin erreichen. Indem Sie das Heft in Ihrer Praxis oder Ihrem Unternehmen auflegen, erweitern wir gemeinsam die Leserschaft von Millefolia und verbreitern die Basis der Komplementärmedizin-Interessierten. Für seine politische Arbeit ist der Dakomed weiterhin auf private Spenden angewiesen. Wir danken Ihnen herzlich für die Verbreitung des Millefolia-Bulletins.
Das Bulletin erscheint zweimal jährlich, bestellen Sie das Gratis-Abonnement!
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Die Mitglieder des Dakomed haben an der ordentlichen Mitgliederversammlung vom 18. April in Olten
Ständerätin Franziska Roth, SP SO und Martin
Bangerter, als neues Co-Präsidium gewählt. «Die Komplementärmedizin ist
auf ein Sprachrohr in der Politik angewiesen», sagte Franziska Roth, «und dieses Sprachrohr will ich im Bundesparlament sein, weil ich von der Komplementärmedizin überzeugt
bin.»
Martin Bangerter, der als Co-Präsident auch die operativen Geschäfte des Dakomed leitet, will mit dem
Dakomed «das Zusammenspiel von Schul- und Komplementärmedizin weiter vertiefen», wie er sagte. Neben der politischen Arbeit setzt der Dachverband einen Schwerpunkt in der
Öffentlichkeitsarbeit, unter anderem mit der neu geschaffenen Medienstelle: «Wir wollen die Fakten und Argumente für die Komplementärmedizin selbstbewusst kommunizieren», sagte
Bangerter.
Hinweis: Im millefolia-Bulletin Nr. 39, das Ende Mai erscheint, erfahren Sie im Interview mehr über Franziska Roth und Martin Bangerter.
Die Dakomed-Mitglieder haben an ihrer Versammlung die Jahresrechnung genehmigt und dem Vorstand und der Geschäftsstelle die Décharge erteilt.
Zudem haben sie Simeon Brülisauer, den Präsidenten der Organisation der Arbeitswelt Alternativmedizin Schweiz OdA AM, in den Vorstand gewählt. Brülisauer steht der OdA AM, welche die Interessen der Naturheilpraktikerinnen und Naturheilpraktiker in der Schweiz vertritt, seit 2022 vor.
Der Dakomed-Vorstand ist nach den Wahlen wie folgt zusammengesetzt (Neue fett):
Unter grossem Applaus und mit Geschenken und Blumen verabschiedete der Dakomed die abtretende Präsidentin Edith Graf-Litscher. Im November hatte sie nach 18 Jahren im Nationalrat ihr politisches Mandat abgelegt und gibt nun mit der Wahl von Franziska Roth und Martin Bangerter auch dieses Amt weiter.
Der Vorstand dankte Edith Graf-Litscher, die den Dakomed seit seiner Gründung 2009 präsidiert hatte, zum Teil im Co-Präsidium mit Martin Bangerter, für ihr unermüdliches, herausragendes Engagement für die Komplementärmedizin. «Ich bin überzeugt, dass das neue Präsidium zusammen mit euch allen den Dakomed mit viel Herzblut, Elan und Erfolg weiterentwickeln und in eine erfolgreiche Zukunft führen wird», so das Schlusswort von Edith Graf Litscher.🌿

Die Homöopathie ist eine seit 200 Jahren bewährte medizinische Methode, die ärztlich angewendet und von der Grundversicherung vergütet wird. Weil sie mit extrem verdünnten Wirksubstanzen arbeitet, sieht sich die Homöopathie immer wieder mit dem Vorwurf konfrontiert, eine reine Placebobehandlung zu sein. Die Forschung zeigt aber ein anderes Bild: Prof. Dr. sc. nat. Stephan Baumgartner, der unter anderem an der Uni Bern forscht, gibt im Interview mit millefolia.ch Einblicke in seine Arbeit! Das Instituts für Komplementäre und Integrative Medizin der Universität Bern, wo Prof. Dr. sc. nat. Stephan Baumgartner unter anderem forscht, gibt auf seiner Website eine gute Übersicht über den aktuellen Stand der Grundlagenforschung und klinischen Forschung zur Homöopathie.

Martin Bangerter, designierter Co-Präsident des Dakomed, hat per 1. März 2024 die operative Leitung des Verbands übernommen. Der selbstständige Experte Gesundheitswesen und Selbstmedikation kennt den Dakomed seit seinen Anfängen: Von 2009 bis 2017 war Martin Bangerter Vorstandsmitglied, von 2013 bis 2017 Co-Präsident mit Edith-Graf Litscher.
Als gelernter Drogist war Martin Bangerter unter anderem Geschäftsführer und Zentralpräsident des Schweizerischen Drogistenverbands SDV, heute hat er mehrere Mandate im Gesundheitswesen. Wir freuen uns über den kompetenten Zugang und wünschen Martin Bangerter eine erfüllte Zeit beim Dakomed.
Der Dachverband Komplementärmedizin begrüsst die Stossrichtung der Vorlage, ortet aber Lücken, namentlich im Bereich der Prävention/Gesundheitsförderung, die zu schliessen sind. So sind beispielsweise die Methoder der Komplementärmedizin in den Bereich Prävention zu integrieren

Die Homöopathie ist eine seit 200 Jahren bewährte medizinische Methode, die ärztlich angewendet und von der Grundversicherung vergütet wird. Weil sie mit extrem verdünnten Wirksubstanzen arbeitet, sieht sich die Homöopathie immer wieder mit dem Vorwurf konfrontiert, eine reine Placebobehandlung zu sein. Die Forschung zeigt aber ein anderes Bild.
Prof. Dr. sc. nat. Stephan Baumgartner, der unter anderem an der Uni Bern forscht, gibt im Interview mit millefolia.ch Einblicke in seine Arbeit! Das Institut für Komplementäre und Integrative Medizin der Universität Bern, wo Prof. Dr. sc. nat. Stephan Baumgartner unter anderem forscht, gibt auf seiner Website eine gute Übersicht über den aktuellen Stand der Grundlagenforschung und klinischen Forschung zur Homöopathie.
Für die Nachfolge des Dakomed-Präsidiums konnten wir zwei hochqualifizierte und bestens vernetzte Persönlichkeiten gewinnen: Franziska Roth, Ständerätin SP Solothurn, und Martin Bangerter, Experte Gesundheitswesen und Selbstmedikation.
Wir freuen uns ausserordentlich, unseren Mitgliedern Franziska Roth und Martin Bangerter zur Wahl an der Mitgliederversammlung 2024 zu empfehlen. In seiner Funktion als Co-Präsident wird sich Martin Bangerter auch um operative Angelegenheiten des Dakomed kümmern.
Die langjährige Präsidentin des Dakomed Edith Graf-Litscher hat per Ende November nach 18 Jahren im Nationalrat ihr politisches Mandat abgelegt – per April 2024 gibt sie auch das Dakomed-Präsidium in neue Hände. Im Namen der Mitglieder und der gesamten Branche bedanken wir uns an dieser Stelle bereits herzlich für ihr unermüdliches, herausragendes Engagement für die Komplementärmedizin. An der Mitgliederversammlung 2024 werden wir Edith-Graf Litscher gebührend würdigen und verabschieden.
Spitäler und Kliniken, die Integrative Medizin anwenden, die also Schul- und Komplementärmedizin kombinieren, können sich seit Kurzem zertifizieren lassen. Der Verein integrative-klinik.ch hat das Zertifikat «Integrative Kliniken» inklusive Reglement und Kriterienkatalog entwickelt.
«Das Label zeichnet Spitäler, Kliniken und Abteilungen aus, welche die Komplementärmedizin und die Schulmedizin in vorbildlicher Weise verbinden und dabei in beiden Systemen höchste qualitative Ansprüche erfüllen», sagt Dr. med. Lukas Schöb, Präsident des Vereins integrative-klinik.ch und ärztlicher Leiter der Klinik Arlesheim. Das Label bezeuge, dass ärztliche, pflegerische und therapeutische Leistungen im Sinne einer ganzheitlichen Medizin zum Wohl der Patientinnen und Patienten erbracht würden, so Schöb. Bereits im April 2023 hatten die Frauenklinik des Gesundheitszentrums Fricktal (GZF) und das Brustzentrum Rheinfelden, die als Pilotbetriebe bei der Entwicklung der Zertifizierung mitgewirkt haben, ihr Zertifikat erhalten (siehe Bild). Seit Mitte November können sich nun alle integrativen Kliniken und Spitäler für das Zertifizierungsverfahren anmelden.
Niederschwelliger Zugang zu integrativer Medizin
Der Verein integrative-klinik.ch setzt sich seit 2017 dafür ein, dass alle Menschen in der Schweiz einen niederschwelligen Zugang zu einer qualitätsgesicherten, integrativen, stationären Versorgung haben. Dazu fördert er den Auf- und Ausbau der Integrativen Medizin in Spitälern und setzt sich unter anderem für deren Qualitätssicherung und -entwicklung ein.
Die Mitglieder des Vereins: Link
Bildlegende: Die Verantwortlichen des Gesundheitszentrums Fricktal und des Brustzentrums Rheinfelden Dr. med. Maik Hauschild (v.l.), Anneliese Seiler und Dr. med. Stefanie Stirnberg bei der Zertifikatsübergabe durch Dr. med. Lukas Schöb, Präsident von integrative-kliniken.ch..
Eine neu veröffentlichte Studie liefert Beweise dafür, dass die Homöopathie signifikante positive Auswirkungen auf die Gesundheit hat, die weit über das hinausgehen, was durch den Placebo-Effekt erklärt werden kann. Die Studie ist in der Fachzeitschrift "Systematic Reviews" erschienen.
In seiner Stellungnahme zur Motion 23.3511 von Nationalrat Philippe Nantermod (FDP VS) spricht sich der Bundesrat klar für die Übernahme der Kosten komplementärmedizinischer Leistungen durch die Grundversicherung aus.
Der Motionär hatte gefordert, die Kostenübernahme als Wahlmöglichkeit auszugestalten. Der Bundesrat schreibt in seiner Stellungnahme vom 16. August 2023: «Eine Ausnahme oder Wahlmöglichkeit für bestimmte Leistungsbereiche widerspricht dem Prinzip des Versicherungsobligatoriums. Wahlleistungen wären nicht mehr obligatorisch und nicht mehr solidarisch durch alle getragen.» Der Bundesrat verweist darauf, dass die Stimmberechtigten und die Stände 2009 der Übernahme der Kosten von alternativmedizinischen Leistungen durch die Grundversicherung klar zugestimmt haben. Die Fachrichtungen anthroposophische Medizin, Homöopathie, Phytotherapie und Traditionelle chinesischen Medizin (TCM) wurden im Jahr 2012 provisorisch und ab 2017 definitiv in die Leistungspflicht der Grundversicherung aufgenommen – dazu bekennt sich der Bundesrat und empfiehlt die Motion Nantermod zur Ablehnung.
In der Ausgabe 2023/24 der Schweizerischen Ärztezeitung (SAEZ) sind drei Artikel zur komplementären und integrativen Medizin erschienen. Dr. med. Jana Siroka, Mitglied des Zentralvorstands der FMH, legt in ihrem Leitartikel dar, wie der Stellenwert der Komplementärmedizin in den vergangenen Jahren zugenommen hat.
PD Dr. med. Florian Strasser beschreibt am Beispiel der Integrativen Onkologie die drei Säulen der evidenzbasierten Medizin: 1. Klinische Beurteilung, 2. Evidenz aus der klinischen Forschung und 3. Präferenzen und Werte der Patientinnen und Patienten.
In einem weiteren Artikel geben Dr. med. Matthias Kröz, Leiter der Forschungsabteilung der Klinik Arlesheim, und Prof. Dr. Carsten Gründemann, Leiter des Lehrstuhls für Translationale Komplementärmedizin an der Universität Basel, Auskunft über den Stand evidenzbasierter Forschung in der Komplementärmedizin.
Die Gesundheit der Nutztiere in der Schweiz war das Thema eines gemeinsamen Anlasses des Landwirtschaftlichen Klubs der Bundesversammlung und des Dakomed vom 14. Juni 2023. Eingeladen waren die Mitglieder des eidgenössischen Parlaments und mehrere Fachexpertinnen und -experten.
Dr. med vet. Michael Walkenhorst, Co-Leiter für Nutztierwissenschaften und Tiergesundheit am Forschungsinstitut für biologischen Landbau Schweiz FiBL, referierte über komplementärmedizinische Lösungsansätze für die Tiermedizin und die Nutztierhaltung.
Die Komplementärmedizin hat das Potential, den Einsatz von Antibiotika bei Nutztieren zu reduzieren. Das FiBL hat ein Ressourcenprojekt des Vereins Kometian wissenschaftlich begleitet und ausgewertet. Dank der komplementärmedzinischen Beratung von Kometian konnte der Antibiotikaeinsatz bei Milchkühen signifikant um 30 Prozent reduziert werden.
An der Dakomed-Versammlung vom 20. April 2023 diskutierte die Gesundheitspolitikerin und ehemalige Nationalrätin Ruth Humbel (Bildmitte) mit Walter Stüdeli und dem Publikum die aktuellen Herausforderungen des Gesundheitswesens. Die fehlenden klaren Verantwortlichkeiten zwischen Bund und Kantonen und Differenzen zwischen den Tarifpartnern sind das Grundproblem für viele Schwierigkeiten.
Walter Stüdeli, Ruth Humbel, Edith Graf-Litscher
Als gemeinsame Vision sahen Ruth Humbel und die anwesenden Mitglieder die notwendige Investition in eine menschliche Medizin und die Stärkung der Prävention. Die Komplementärmedizin kann und muss Einfluss nehmen, denn die Menschen wünschen sich eine ganzheitliche Medizin.
Die Mitglieder verabschiedeten zudem das langjährige Vorstandsmitglied Heidi Schönenberger, die sich über viele Jahre mit viel Herzblut und Ausdauer für die Anerkennung und Anliegen der Naturheilpraktikerinnen und Naturheilpraktiker einsetzte. Nationalrätin und Dakomed-Präsidentin Edith Graf-Litscher (l.) bedankte sich für die engagierte Zusammenarbeit. Als Nachfolgerin wurde die Naturheilpraktikerin Birgit Schellmann Straub als Delegierte der Organisation für die Arbeitswelt Alternativmedizin OdA AM in den Dakomed-Vorstand gewählt.
Schwerpunkte 2023
Der Dakomed setzt folgende inhaltliche Schwerpunkte im Jahr 2023:
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat erstmals global gültige Ausbildungsstandards (Benchmarks) für die Anthroposophische Medizin veröffentlicht. Die Benchmarks beschreiben Zugangskriterien zu den Ausbildungen, Ausbildungsinhalte und Ausbildungsdauer. Immer mehr Länder definieren Richtlinien für traditionelle, komplementäre und integrative Medizin. Die WHO Benchmarks dienen als Referenzpunkte für politische Entscheidungsträger, Mitarbeitende im Gesundheitswesen und Ausbildungseinrichtungen.
Da die Anthroposophische Medizin interdisziplinär ansetzt, gelten die neuen Ausbildungsstandards für alle Gesundheitsberufe: Ärtzinnen/Ärzte, Therapeutinnen/Therapeuten, Pharmazeutinnen/Pharmazeuten und die Pflege.
Bis jetzt hat die WHO vergleichbare Ausbildungsstandards auch für die Traditionelle Chinesische Medizin und die Ayurvedische Medizin veröffentlicht.
Weitere Informationen:
Der Exekutivrat der Weltgesundheitsorganisation WHO will gemeinsam mit den Mitgliedstaaten und relevanten Stakeholdern eine neue globale Strategie für tradiotionelle Medizin erarbeiten. Edith
Graf-Litscher, Nationalrätin und Dakomed Präsidentin, wollte vom Bundesrat wissen, ob er sich für den Vorschlag des Exekutivrats einsetzt (23.7193 Fragestunde). Der Bundesrat will sich erst äussern und positionieren, wenn ein Entwurf der
neuen Strategie vorliegt. (Antwort BR).
«Wir hätten uns gewünscht, dass sich die offizielle Schweiz bereits im Vorfeld aktiv einbringt», sagt Edith Graf-Litscher, «nicht erst, wenn ein Textentwurf vorliegt. Denn die
Schweiz hat viel Knowhow und Erfahrung bei der Integration der komplementären Medizin in das Gesundheitssystems.»
Der Vorstand des Dakomed lehnt die Eidgenössische Volksinitiative 'Ja zu einer unabhängigen Naturheilkunde' einstimmig ab. Der Dakomed steht für ein Miteinander von Schul- und Komplementärmedizin (integrative Medizin). Der Dakomed hat aus den Medien von der Initiative erfahren. Er war weder an der Erarbeitung des Textes noch an der Vorbereitung der Initiative beteiligt.
Der Vorstand des Dakomed hat die einzelnen Forderungen der Eidgenössischen Volksinitiative 'Ja zu einer unabhängigen Naturheilkunde' geprüft. Er betrachtet die Volksinitiative als inhaltlich und
sachlich unausgegoren, in weiten Teilen unvereinbar mit den demokratischen und föderalistischen Strukturen dieses Landes und – selbst, wenn sie zustande kommen würde – im Parlament und in der
Volksabstimmung für chancenlos. Deshalb lehnt der Vorstand des Dakomed die Volksinitiative einstimmig ab.
Lesen Sie die detaillierte Stellungnahme des Dakomed und die Einschätzung des Initiativtextes und der einzelnen Forderungen:
Öffentliches Webinar 15. November 2022
16:00 - 18:00 Uhr
Wir laden Sie herzlich zu unserem Webinar ein:
«Reduzierter Antibiotikaeinsatz dank
Komplementärmedizin»
Anmeldung unter: https://www.millefolia.ch/anmeldung/
Die zunehmende Resistenz gegen Antibiotika stellt eine Gefahr für die Gesundheit von Mensch und Tier dar. Die Komplementärmedizin bietet vielversprechende Möglichkeiten, um den Einsatz von Antibiotika zu senken. In unserem Webinar informieren ausgewiesene Fachpersonen über das Potenzial der Komplementärmedizin.
Im September lud Dakomed Präsidentin Edith Graf-Litscher zu einem Netzwerkanlass ins Thurgauer Phyto-Valley ein.
Im Heilkräutergarten der Ceres Heilmittel AG in Kesswil: Der Thurgauer Regierungsrat und Gesundheitsdirektor Urs Martin, Nationalrätin Edith Graf-Litscher, Ceres-CEO Christoph Kalbermatten und SVKH-Präsident Dr. Herbert Schwabl (v. l. n. r.)
In der Zeitschrift «Krankenpflege» des Schweizer Berufsverbands der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner SBK ist ein spannender Beitrag über die integrative Pädiatrie am Kantonsspital Freiburg erschienen. Der Artikel beleuchtet die Arbeit der Pflegefachpersonen. Die integrative Medizin stärke und erweitere die Identität der Pflegefachpersonen in ihrer therapeutischen Rolle mit einem multiprofessionellen Ansatz, so das Fazit der Autor:innen.
In der Sommersession behandelte der Nationalrat die Motion 20.3664 von Nationalrätin und Dakomed-Präsidentin Edith Graf-Litscher. Die Motion will «Salutogenetische Aspekte bei der Prävention, Behandlung und Nachsorge von Epidemien und Pandemien fördern und die Komplementärmedizin einbeziehen». Zwei von vier Punkten hat der Nationalrat angenommen.
Die Mehrheit des Nationalrats will den Bundesrat beauftragen:
«Es freut mich ausserordentlich, dass eine Mehrheit des Nationalrats meinem Antrag gefolgt ist und diesen zwei zentralen Anliegen zugestimmt hat», sagt Edith Graf-Litscher. «Für die Bewältigung künftiger Epidemien oder Pandemien ist es wichtig, die Gesundheitskompetenz und die Widerstandskraft der Bevölkerung nachhaltig zu stärken und dafür das Wissen und die Erfahrung der Komplementärmedizin zu nutzen.»
Unterstützt wurde der Antrag von den Mitgliedern der SP, den Grünen, von einzelnen Mitgliedern der Mitte-Fraktion und von der Mehrheit der SVP. Als Nächstes kommt die Motion in den Ständerat und wird zuvor in der ständerätlichen Gesundheitskommission beraten.
Im Rahmen einer zweistündigen Präsentation bei der Lungenliga Thurgau informierten die Vorstandsmitglieder des Komed Regio Thurgau Franziska Bürgisser und Cécile Mandefield zusammen mit der Heilpraktikerin Gabriella Gämperle über Behandlungs- und Anwendungsmöglichkeiten der Komplementärmedizin.
Breite Palette komplementärmedizinischer Methoden
Der Mensch ist mehr als seine kranke Lunge. Was steckt hinter einem einzelnen Krankheitsbild, wie z.B. COPD. Was ist Komplementärmedizin, wie entstehen Krankheiten aus Sicht der Komplementärmedizin, welche Chancen bietet sie und wo sind ihre Grenze?
Bei der Lungenliga Thurgau wurden diese Fragen in Theorie und Praxis erläutert und
eine breite Palette der Möglichkeiten komplementärmedizinischer Methoden aufgezeigt: Von der Phyto- und Gemmotherapie über die Humoralmedizin und Einzel-/Komplex-Homöopathie, bis hin zu den einfachen Anwendungen mit Tee, Infuser, Wickel und Atemübungen.
Ziel ist es, mit der Präsentation bei der Lungenliga Thurgau eine Referenz zu schaffen, welche auch für weitere Krankheitsbilder genutzt werden kann, um die Komplementärmedizin integrativ und praxistauglich in die Beratung einflechten zu lassen.
Komed Regio Thurgau
Der Verein Komed Regio Thurgau hat den Auftrag, die Komplementärmedizin in den diversen Gesundheitssektoren im Kanton Thurgau auch als festen Bestandteil einer integrativen medizinischen Versorgung zu verankern. Komed Regio Thurgau organisiert jährlich Informationsvorträge für Fachpersonen und auch für Patientinnen und Patienten. Der Vorstand repräsentiert die verschiedenen Akteure des Gesundheitswesens: Ärzteschaft, Apotheke, Drogerie, Hersteller, Landwirtschaft, Naturheilpraxis und Politik.
Für weitere Informationen:
In der Schweiz sind über 25'000 Menschen von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa betroffen.
Die Vereinigung Crohn Colitis Schweiz und der Dachverband Komplementärmedizin laden Betroffene, Angeörige und Interessierte am Mittwoch 29. Juni 2022, 18:30 bis 20:15 Uhr, zu einer hybriden Veranstaltung in Zürich oder im virtuellen Zoom-Raum ein. Am Informationsabend stellen drei Fachpersonen verschiedene Therapieansätze aus der Komplementärmedizin bei entzündlichen Darmerkrankungen vor. Die Teilnahme ist kostenlos.
Anmeldung
Bitte melden Sie sich zur Veranstaltung an: Komplementärmedizin bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Nationalrätin Edith Graf-Litscher wurde an der Dakomed Mitgliederversammlung vom 20. April 2022 einstimmig als Präsidentin wiedergewählt. Auch die Wiederwahl der bisherigen Vorstandsmitglieder wurde ohne Gegenstimme bestätigt. Neu wurde René Schwarz, Präsident anthrosana, als Vertreter der Patientenorganisationen in den Dakomed Vorstand gewählt.
Die Mitgliederorganisationen gratulieren Nationalrätin Edith Graf-Litscher und allen Vorstandsmitgliedern zur Wahl und wünschen ihnen für die kommende Amtsdauer eine bereichernde Zusammenarbeit und viel Erfolg. Die Mitgliederversammlung verabschiedete den Jahresbericht 2021, die Jahresrechnung 2021 und das Budget 2022.
Schwerpunkte 2022
Der Dakomed setzt folgende inhaltliche Schwerpunkte im Jahr 2022:
Präsentation Post-/Long-Covid-Syndrom
Philipp Busche, Chefarzt Innere Medizin der Klinik Arlesheim, informierte die Anwesenden in einem spannenden Vortrag über Therapieansätze und Erfahrungen der Klinik Arlesheim bei der Behandlung von Menschen mit Long- und Post-Covid-Syndrom.
Der Dakomed hat die Broschüre «Komplementärmedizin - ein Leitfaden für Patientinnen und Patienten» neu aufgelegt. Der Leitfaden bietet interessierten Personen wertvolle Informationen in kompakter Form.
Der Leitfaden hilft Patientinnen und Patienten herauszufinden, was von einer komplementärtherapeutischen Behandlung erwartet und wie qualifiziertes Fachpersonal gefunden werden kann. Gedruckte Exemplare des Leitfadens können in deutscher oder französischer Sprache beim Dakomed bestellt werden.
Im Sommer 2017 beschloss der Bundesrat, die ärztlichen Leistungen der Komplementärmedizin definitiv in die Obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) aufzunehmen. Mit den zunehmenden medialen Angriffen stieg die Befürchtung, dass der Ausschluss der Komplementärmedizin aus der Grundversicherung früher oder später gefordert wird. Der Walliser FDP-Nationalrat Philippe Nantermod hat im Dezember 2021 zwei Vorstösse eingereicht, die genau darauf abzielen. Der Dakomed ergreift Massnahmen für die Ablehnung beider Vorstösse.
Nationalrätin und Dakomed Präsidentin Edith Graf-Litscher setzt sich im Bundeshaus für den Erhalt der ärztlichen Komplementärmedizin in der Grundversicherung ein. «Ein erstes Etappenziel haben
wir erreicht», sagt Edith Graf-Litscher: «Der Bundesrat stützt in seiner Antwort die Komplementärmedizin und beantragt die Ablehnung beider Vorstösse». Wann diese im Nationalrat behandelt
werden, ist nicht bekannt. Der Dakomed wird alle notwendigen politischen Massnahmen ergreifen, damit auch im Parlament die Vorstösse abgelehnt werden.
Obligatorische Krankenpflegeversicherung. Keine Rückerstattung mehr für Behandlungen ohne nachgewiesene Wirksamkeit
Evaluation der Komplementärmedizin. Wo stehen wir zehn Jahre nach der Aufnahme der komplementärmedizinischen Behandlungsmethoden in den Leistungskatalog der OKP?
Komplementärmedizinische Angebote sind in der Schweiz sehr beliebt. 65% der Schweizer Bevölkerung nutzt Komplementärmedizin. Dies zeigt eine repräsentative Befragung.
Komplementärmedizin wird in der Schweiz rege genutzt. Eine Bevölkerungsumfrage zeigt auf, dass zwei von drei Personen in der Schweiz Komplementärmedizin nutzen und überzeugt davon sind, dass die Komplementärmedizin die konventionelle Medizin gut ergänzt.
Vielfältige Einsatzmöglichkeiten der Komplementärmedizin
Die Behandlungen erfolgen mehrheitlich (63%) durch Therapeutinnen und Therapeuten. Jede fünfte komplementärmedizinische Behandlung wird durch eine Ärztin oder einen Arzt durchgeführt. Rund ein Viertel der Nutzerinnen und Nutzer wenden natürliche Arzneimittel selbst an (Selbstmedikation) und lassen sich hierbei von Gesundheitsfachpersonen z.B. in Apotheken oder Drogerien beraten.
Sowohl die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Komplementärmedizin als auch die breite Palette an Methoden werden von der Bevölkerung sehr geschätzt. Die Befragten haben insgesamt 91 verschiedene Beschwerden genannt, die mit Komplementärmedizin behandelt wurden und 74 verschiedene Methoden.
Komplementärmedizin ist mehr als nur die Behandlung der Beschwerden
Die Mehrheit der genutzten Behandlungen wurden von den befragten Personen als erfolgreich und wirksam empfunden. Zusätzlich dazu, haben 87% der Behandelten angegeben, von weiteren positiven Wirkungen zu profitieren. Sie gaben an, durch die komplementärmedizinische Behandlung einen allgemein verbesserten Gesundheitszustand oder mehr Entspannung zu haben. Dies bestätigt, dass die Komplementärmedizin einen ganzheitlichen Therapieansatz verfolgt. Sie wirkt nachhaltig, gesundheitsfördernd und stärkt die Resilienz.