Der Vorstand des Dakomed lehnt die Eidgenössische Volksinitiative 'Ja zu einer unabhängigen Naturheilkunde' einstimmig ab. Der Dakomed steht für ein Miteinander von Schul- und Komplementärmedizin (integrative Medizin). Der Dakomed hat aus den Medien von der Initiative erfahren. Er war weder an der Erarbeitung des Textes noch an der Vorbereitung der Initiative beteiligt.
Der Vorstand des Dakomed hat die einzelnen Forderungen der Eidgenössischen Volksinitiative 'Ja zu einer unabhängigen Naturheilkunde' geprüft. Er betrachtet die Volksinitiative als inhaltlich und
sachlich unausgegoren, in weiten Teilen unvereinbar mit den demokratischen und föderalistischen Strukturen dieses Landes und – selbst, wenn sie zustande kommen würde – im Parlament und in der
Volksabstimmung für chancenlos. Deshalb lehnt der Vorstand des Dakomed die Volksinitiative einstimmig ab.
Lesen Sie die detaillierte Stellungnahme des Dakomed und die Einschätzung des Initiativtextes und der einzelnen Forderungen:
Öffentliches Webinar 15. November 2022
16:00 - 18:00 Uhr
Wir laden Sie herzlich zu unserem Webinar ein:
«Reduzierter Antibiotikaeinsatz dank
Komplementärmedizin»
Anmeldung unter: https://www.millefolia.ch/anmeldung/
Die zunehmende Resistenz gegen Antibiotika stellt eine Gefahr für die Gesundheit von Mensch und Tier dar. Die Komplementärmedizin bietet vielversprechende Möglichkeiten, um den Einsatz von Antibiotika zu senken. In unserem Webinar informieren ausgewiesene Fachpersonen über das Potenzial der Komplementärmedizin.
Im September lud Dakomed Präsidentin Edith Graf-Litscher zu einem Netzwerkanlass ins Thurgauer Phyto-Valley ein.
Im Heilkräutergarten der Ceres Heilmittel AG in Kesswil: Der Thurgauer Regierungsrat und Gesundheitsdirektor Urs Martin, Nationalrätin Edith Graf-Litscher, Ceres-CEO Christoph Kalbermatten und SVKH-Präsident Dr. Herbert Schwabl (v. l. n. r.)
In der Zeitschrift «Krankenpflege» des Schweizer Berufsverbands der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner SBK ist ein spannender Beitrag über die integrative Pädiatrie am Kantonsspital Freiburg erschienen. Der Artikel beleuchtet die Arbeit der Pflegefachpersonen. Die integrative Medizin stärke und erweitere die Identität der Pflegefachpersonen in ihrer therapeutischen Rolle mit einem multiprofessionellen Ansatz, so das Fazit der Autor:innen.
In der Sommersession behandelte der Nationalrat die Motion 20.3664 von Nationalrätin und Dakomed-Präsidentin Edith Graf-Litscher. Die Motion will «Salutogenetische Aspekte bei der Prävention, Behandlung und Nachsorge von Epidemien und Pandemien fördern und die Komplementärmedizin einbeziehen». Zwei von vier Punkten hat der Nationalrat angenommen.
Die Mehrheit des Nationalrats will den Bundesrat beauftragen:
«Es freut mich ausserordentlich, dass eine Mehrheit des Nationalrats meinem Antrag gefolgt ist und diesen zwei zentralen Anliegen zugestimmt hat», sagt Edith Graf-Litscher. «Für die Bewältigung künftiger Epidemien oder Pandemien ist es wichtig, die Gesundheitskompetenz und die Widerstandskraft der Bevölkerung nachhaltig zu stärken und dafür das Wissen und die Erfahrung der Komplementärmedizin zu nutzen.»
Unterstützt wurde der Antrag von den Mitgliedern der SP, den Grünen, von einzelnen Mitgliedern der Mitte-Fraktion und von der Mehrheit der SVP. Als Nächstes kommt die Motion in den Ständerat und wird zuvor in der ständerätlichen Gesundheitskommission beraten.
Im Rahmen einer zweistündigen Präsentation bei der Lungenliga Thurgau informierten die Vorstandsmitglieder des Komed Regio Thurgau Franziska Bürgisser und Cécile Mandefield zusammen mit der Heilpraktikerin Gabriella Gämperle über Behandlungs- und Anwendungsmöglichkeiten der Komplementärmedizin.
Breite Palette komplementärmedizinischer Methoden
Der Mensch ist mehr als seine kranke Lunge. Was steckt hinter einem einzelnen Krankheitsbild, wie z.B. COPD. Was ist Komplementärmedizin, wie entstehen Krankheiten aus Sicht der Komplementärmedizin, welche Chancen bietet sie und wo sind ihre Grenze?
Bei der Lungenliga Thurgau wurden diese Fragen in Theorie und Praxis erläutert und
eine breite Palette der Möglichkeiten komplementärmedizinischer Methoden aufgezeigt: Von der Phyto- und Gemmotherapie über die Humoralmedizin und Einzel-/Komplex-Homöopathie, bis hin zu den einfachen Anwendungen mit Tee, Infuser, Wickel und Atemübungen.
Ziel ist es, mit der Präsentation bei der Lungenliga Thurgau eine Referenz zu schaffen, welche auch für weitere Krankheitsbilder genutzt werden kann, um die Komplementärmedizin integrativ und praxistauglich in die Beratung einflechten zu lassen.
Komed Regio Thurgau
Der Verein Komed Regio Thurgau hat den Auftrag, die Komplementärmedizin in den diversen Gesundheitssektoren im Kanton Thurgau auch als festen Bestandteil einer integrativen medizinischen Versorgung zu verankern. Komed Regio Thurgau organisiert jährlich Informationsvorträge für Fachpersonen und auch für Patientinnen und Patienten. Der Vorstand repräsentiert die verschiedenen Akteure des Gesundheitswesens: Ärzteschaft, Apotheke, Drogerie, Hersteller, Landwirtschaft, Naturheilpraxis und Politik.
Für weitere Informationen:
In der Schweiz sind über 25'000 Menschen von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa betroffen.
Die Vereinigung Crohn Colitis Schweiz und der Dachverband Komplementärmedizin laden Betroffene, Angeörige und Interessierte am Mittwoch 29. Juni 2022, 18:30 bis 20:15 Uhr, zu einer hybriden Veranstaltung in Zürich oder im virtuellen Zoom-Raum ein. Am Informationsabend stellen drei Fachpersonen verschiedene Therapieansätze aus der Komplementärmedizin bei entzündlichen Darmerkrankungen vor. Die Teilnahme ist kostenlos.
Anmeldung
Bitte melden Sie sich zur Veranstaltung an: Komplementärmedizin bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Nationalrätin Edith Graf-Litscher wurde an der Dakomed Mitgliederversammlung vom 20. April 2022 einstimmig als Präsidentin wiedergewählt. Auch die Wiederwahl der bisherigen Vorstandsmitglieder wurde ohne Gegenstimme bestätigt. Neu wurde René Schwarz, Präsident anthrosana, als Vertreter der Patientenorganisationen in den Dakomed Vorstand gewählt.
Die Mitgliederorganisationen gratulieren Nationalrätin Edith Graf-Litscher und allen Vorstandsmitgliedern zur Wahl und wünschen ihnen für die kommende Amtsdauer eine bereichernde Zusammenarbeit und viel Erfolg. Die Mitgliederversammlung verabschiedete den Jahresbericht 2021, die Jahresrechnung 2021 und das Budget 2022.
Schwerpunkte 2022
Der Dakomed setzt folgende inhaltliche Schwerpunkte im Jahr 2022:
Präsentation Post-/Long-Covid-Syndrom
Philipp Busche, Chefarzt Innere Medizin der Klinik Arlesheim, informierte die Anwesenden in einem spannenden Vortrag über Therapieansätze und Erfahrungen der Klinik Arlesheim bei der Behandlung von Menschen mit Long- und Post-Covid-Syndrom.
Der Dakomed hat die Broschüre «Komplementärmedizin - ein Leitfaden für Patientinnen und Patienten» neu aufgelegt. Der Leitfaden bietet interessierten Personen wertvolle Informationen in kompakter Form.
Der Leitfaden hilft Patientinnen und Patienten herauszufinden, was von einer komplementärtherapeutischen Behandlung erwartet und wie qualifiziertes Fachpersonal gefunden werden kann. Gedruckte Exemplare des Leitfadens können in deutscher oder französischer Sprache beim Dakomed bestellt werden.
Im Sommer 2017 beschloss der Bundesrat, die ärztlichen Leistungen der Komplementärmedizin definitiv in die Obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) aufzunehmen. Mit den zunehmenden medialen Angriffen stieg die Befürchtung, dass der Ausschluss der Komplementärmedizin aus der Grundversicherung früher oder später gefordert wird. Der Walliser FDP-Nationalrat Philippe Nantermod hat im Dezember 2021 zwei Vorstösse eingereicht, die genau darauf abzielen. Der Dakomed ergreift Massnahmen für die Ablehnung beider Vorstösse.
Nationalrätin und Dakomed Präsidentin Edith Graf-Litscher setzt sich im Bundeshaus für den Erhalt der ärztlichen Komplementärmedizin in der Grundversicherung ein. «Ein erstes Etappenziel haben
wir erreicht», sagt Edith Graf-Litscher: «Der Bundesrat stützt in seiner Antwort die Komplementärmedizin und beantragt die Ablehnung beider Vorstösse». Wann diese im Nationalrat behandelt
werden, ist nicht bekannt. Der Dakomed wird alle notwendigen politischen Massnahmen ergreifen, damit auch im Parlament die Vorstösse abgelehnt werden.
Obligatorische Krankenpflegeversicherung. Keine Rückerstattung mehr für Behandlungen ohne nachgewiesene Wirksamkeit
Evaluation der Komplementärmedizin. Wo stehen wir zehn Jahre nach der Aufnahme der komplementärmedizinischen Behandlungsmethoden in den Leistungskatalog der OKP?
Komplementärmedizinische Angebote sind in der Schweiz sehr beliebt. 65% der Schweizer Bevölkerung nutzt Komplementärmedizin. Dies zeigt eine repräsentative Befragung.
Komplementärmedizin wird in der Schweiz rege genutzt. Eine Bevölkerungsumfrage zeigt auf, dass zwei von drei Personen in der Schweiz Komplementärmedizin nutzen und überzeugt davon sind, dass die Komplementärmedizin die konventionelle Medizin gut ergänzt.
Vielfältige Einsatzmöglichkeiten der Komplementärmedizin
Die Behandlungen erfolgen mehrheitlich (63%) durch Therapeutinnen und Therapeuten. Jede fünfte komplementärmedizinische Behandlung wird durch eine Ärztin oder einen Arzt durchgeführt. Rund ein Viertel der Nutzerinnen und Nutzer wenden natürliche Arzneimittel selbst an (Selbstmedikation) und lassen sich hierbei von Gesundheitsfachpersonen z.B. in Apotheken oder Drogerien beraten.
Sowohl die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Komplementärmedizin als auch die breite Palette an Methoden werden von der Bevölkerung sehr geschätzt. Die Befragten haben insgesamt 91 verschiedene Beschwerden genannt, die mit Komplementärmedizin behandelt wurden und 74 verschiedene Methoden.
Komplementärmedizin ist mehr als nur die Behandlung der Beschwerden
Die Mehrheit der genutzten Behandlungen wurden von den befragten Personen als erfolgreich und wirksam empfunden. Zusätzlich dazu, haben 87% der Behandelten angegeben, von weiteren positiven Wirkungen zu profitieren. Sie gaben an, durch die komplementärmedizinische Behandlung einen allgemein verbesserten Gesundheitszustand oder mehr Entspannung zu haben. Dies bestätigt, dass die Komplementärmedizin einen ganzheitlichen Therapieansatz verfolgt. Sie wirkt nachhaltig, gesundheitsfördernd und stärkt die Resilienz.